Rektorenessen des Elternbeirats in Karlsruhe

Cem Örnekol 10.03.2016
Sehr geehrter Herr Dr. Frank Mentrup,
Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe,
Sehr geehrter Herr Erdem Arın,
Vorsitzender des Elternvereins Karlsruhe und Umgebung,
Sehr geehrte Rektoren und Lehrkräfte,
Verehrte Gäste,

Die Arbeitsmigration nach Deutschland hat die gesellschaftliche und kulturelle Struktur dieses Landes stark geprägt und somit wurden die Dynamiken einer multikulturellen Gesellschaftsstruktur geschaffen. Die Einwanderergemeinschaften in Deutschland haben neben der Erschaffung der kulturellen Vielfalt auch die Toleranz und den Respekt gegenüber den verschiedenen kulturellen Merkmalen variieren lassen.

Die mehrdimensionale Beziehung zwischen der Türkei und Deutschland hat einen besonderen menschlichen Aspekt. Die Anwesenheit der fast 3 Millionen türkischen oder türkischstämmigen Einwanderer in Deutschland bewerten wir als große Wirkung und Beitrag zu den türkisch-deutschen Beziehungen.

Damit die Türken, die bedeutende Beiträge für Deutschland geleistet haben, diese auch weiterhin zum Nutzen beider Länder anwenden können, müssen sie sich in Deutschland sicher fühlen. Sie dürfen nicht zu dem Schluss kommen, dass sie diskriminiert werden und sie dürfen nicht den Glauben an die Chancengleichheit verlieren.

Heute steht der Integrationsverlauf auf der Tagesordnung. Es muss sichergestellt werden, dass die Integrationspolitiken auf einer vernünftigen Basis diskutiert werden. In allen Bereichen des Lebens, vorrangig in Bildung und Beschäftigung, sollte gemäß des Prinzips des Zusammenlebens die Chancengleichheit gewährt werden.

Ich glaube in diesem Punkt fällt den Akademikern eine wichtige Rolle zu. In den hier im Lande geführten Debatten über Migration und Integration werden die Meinungen und Bewertungen türkischer und türkischstämmiger Wissenschaftler immer mehr in Betracht gezogen.

Dies bestärkt die von uns vertretene Ansicht, dass ‘‘Integration von beiden Seiten kommen muss‘‘, welche in letzter Zeit auch zu unserer Freude von den deutschen Behörden zum Ausdruck gebracht wird.

Es ist vielleicht heutzutage am meisten nötig, den Respekt zum Dialog zwischen den Gesellschaften, den Respekt zur Toleranz und den Respekt zur Verschiedenheit zu entwickeln. Hierfür sollten die Bereiche der Zusammenarbeit zu vervielfältigen, möglichst als Hauptziel geführt werden.


Liebe Gäste,

von den fast 2 Millionen Studenten in Deutschland, die eine Hochschule besuchen, sind ungefähr 250.000 ausländische Studenten. 10 %, also 25.000 davon sind Türken. In dieser Zahl sind die deutschen Studenten türkischer Herkunft nicht miteinbezogen. Natürlich ist die Erhöhung dieser Zahl wie für die Türkei, auch für Deutschland von großem Nutzen.

Ich bin der Ansicht, dass wir hinsichtlich mancher Schwierigkeiten und Probleme der türkischen Gemeinschaft in Deutschland, durch den Erfolg in der Bildung eine Lösung finden können. Deswegen legen wir großen Wert auf die Bildung unserer Landsleute in Deutschland und bringen ihnen die Bedeutung der Bildung in jeder Gelegenheit nahe.

Aber aufgrund der Unterteilung der Schülerinnen und Schüler aufgrund des Empfehlungssystems und der Tatsache, dass der Sprache im deutschen Bildungssystem mehr Gewicht verliehen wird, als dem eigentlichen Potential der Schülerinnen und Schüler, hindert die türkischen Kinder hinsichtlich ihrer weiter zu führenden Erfolge in der Bildung enorm.

Das gegenwärtige Bildungssystem bewirkt, dass die türkischen Kinder mehr in die „Hauptschule“ geleitet werden als in das „Gymnasium“, welches der Wegbereiter für Universitäten ist. Wir sind der Meinung, dass eine Empfehlung in den späteren Jahren höhere Chancengleichheit ermöglichen und den Erfolg der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im Bildungsbereich erhöhen würde.
Andererseits haben Studien bewiesen, dass Schüler, die eine Vorschulbildung hatten, in den späteren Bildungsjahren mehr Erfolg haben. Deshalb unterstützen und fördern wir die Vorschulbildung ab dem Alter von drei Jahren.

Die Sprache stellt in vielen Bereichen, von der Erziehung der Kinder und Arbeitsfindung bei Erwachsenen, bis hin zum sozialen Zusammenhalt und den Heimatsbeziehungen, als ein enormes Problem dar.

Das Problem ist, dass man sich zu sehr auf das Erlernen der Landessprache fixiert, besonders hinsichtlich der neueren Generationen. Dabei wäre es doch sinnvoller, mehr Chancengleichheit hinsichtlich des Erlernens und der Anwendung der eigenen Muttersprache zu geben. Denn in der Tat erleichtert das Erlernen einer Sprache, eine andere Sprache zu erlernen. In der globalisierten Welt ist bilinguales Aufwachsen ein großer Reichtum. Denn die Bilingualität erweitert die Perspektive zur Welt und den eigenen Horizont und trägt zur Entwicklung des Individuums bei.

Verehrte Gäste,
heute nehmen die Türken in Deutschland im gesellschaftlichen Leben aktiv teil. Die Erfolge und die Zahlen der Migranten mit türkischer Herkunft sind neben den Bereichen wie Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Sport und Kultur auch bei den Behörden und Führungspositionen sichtbar.

Es freut uns zu sehen, dass die in Baden lebenden Menschen mit türkischer Herkunft zumeist aktiv an der Gesellschaft teilnehmen, darüber hinaus freiwillige Aufgaben und Verantwortungen übernehmen und bei der Übernahme der sozialen Aufgaben Wille und Mühe zeigen. Wir glauben sehr daran, dass dieser Prozess in vertiefter Form weitergeführt wird. Ich wünsche allen Mitgliedern des Elternvereins Karlsruhe viel Erfolg für die nächste Periode und bedanke mich bei allen Anwesenden.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Pazartesi - Cuma

08:30 - 14:00


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