Irkçılığa Karşı Haftalar çerçevesinde, Başkonsolosluğumuz ve Karlsruhe Yahudi Cemaati'nin ortak organizasyonunda yapılan ''Turkish Passport'' belgesel filminin gösterimi

Serhat Aksen 23.03.2015

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup,
Serhr geehrter Herr David Seldner,
Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde,
Sehr geehrter Herr Rabbiner Arie Folger,
Verehrte Vertreter der Kirchen, Moscheen, Synagoge, Parteien, Vereine, Ämter und der Presse,
Liebe Gäste,

Ich begrüße sie recht herzlich zur Vorstellung des Dokumentarfilms "Turkish Passport" (Der Türkische Reisepass), welcher gemeinsam durch unser Generalkonsulat und der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe organisiert wurde.

Wir freuen uns, diesen Dokumentarfilm, der letztes Jahr im Rahmen der "Wochen der Brüderlichkeit" zuerst in Pforzheim, dann in Mannheim gezeigt wurde, dieses Jahr in Karlsruhe im Rahmen der Karlsruher Wochen gegen Rassismus zu präsentieren.

Der Dokumentarfilm von Burak Arliel zeigt eine eher unbekannte türkisch-jüdische Geschichte und bereichert die Auseinandersetzung mit dem Holocaust/ der Shoa, um eine weitere Facette.

Die Türkische Republik hat es sich während des zweiten Weltkrieges zum Ziel gesetzt, den Juden, die an verschiedenen Orten Europas verfolgt und ermordet wurden, zu helfen.

Wenn es erforderlich war, haben die türkischen Diplomaten ihr eigenes Leben auf’s Spiel gesetzt, um sehr vielen Menschen das Leben zu retten.

Unsere Diplomaten haben Dokumente ausgestellt, die die türkische Staatsangehörigkeit dieser Menschen belegten und ihnen den türkischen Pass vergeben.

Um die Züge, die zu den Konzentrationslagern fuhren, aufzuhalten, haben sie sich von Zeit zu Zeit selbst in die Züge begeben.

Auch in dem Moment, in dem der Schutz der Menschen, im Land in dem sie sich befanden, unmöglich war, haben die Diplomaten Zugfahrten nach Istanbul arrangiert, um auf diesem Wege zu versuchen, den Menschen das Leben zu retten.

All das werden sie von den Aussagen der Überlebenden selbst, die durch die Anstrengungen der türkischen Diplomaten dem Holocaust entkommen sind und denjenigen, die Zeugen dieser Zeitgeschichte geworden sind, hören und sehen.

Ich möchte betonen, dass wir stolz darauf sind, über eine diplomatische Tradition zu verfügen, die dermaßen couragiert und menschlich ist.

Verehrte Gäste,

Die Juden haben in unserer Geschichte immer einen besonderen Platz gehabt.

Im Jahre 1492 flohen sephardische Juden in das Osmanische Reich, um sich vor der spanischen Inquisition zu schützen.

Das jüdische Volk hatte im Osmanischen Reich ihren Frieden gefunden und sich einen wichtigen Stellenwert verschaffen können.

Die Juden, die während und nach dem zweiten Weltkrieg Zuflucht in unserem Land fanden, haben in der Türkischen Republik im akademischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Bereich wichtige Beiträge geleistet.

Die ersten Namen, die uns dabei aus Deutschland einfallen, sind im medizinischen Bereich Prof. Albert Eckstein, im Bereich Rechtswesen Prof. Ernst Hirsch und im Bereich Stadtentwicklung Ernst Reuter.

Die Beiträge unserer Jüdischen Staatsbürger werden auch heute noch fortgesetzt.

Die Türkei verfügt heute über den Beobachterstatus in der Internationalen Allianz für Holocaust-Gedenken (IHRA- International Holocaust Remembrance Alliance).

In der Grundlage dieser Mitgliedschaft liegt unser Glaube an die Notwendigkeit des gemeinsamen Kampfes gegen jede Art von Extremismus, wie der heutzutage herrschende Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamophobie.

Wie Sie wissen, erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Januar zum internationalen "Holocaust-Gedenktag".

Als Mitglied der "Internationalen Allianz für Holocaust-Gedenken" werden auch in der Türkei Holocaust-Gedenkveranstaltungen organisiert.

In diesem Jahr wurde die Gedenkveranstaltung mit Unterstützung unseres Außenministeriums und der Großen Nationalversammlung der Türkei durch die Türkisch Jüdische Gemeinde und die Universität Bilkent in Ankara organisiert.

An der Gedenkveranstaltung, an der auch der Parlamentspräsident der Türkei Herr Cemil Çiçek und der Minister für Kultur und Tourismus Herr Ömer Çelik anwesend waren, nahmen 600 Personen teil.

Anläßlich des Gedenkens fand die Fotoausstellung "Die Symbole des Holocaust" des jüdischen Fotografen Alberto Modiano, statt.

An der Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2015 in Auschwitz nahm unser Außenminister Herr Mevlüt Çavuşoğlu mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Türkisch Jüdischen Gemeinde Herrn Joseph Nassi und dem Rabbiner Herrn Naftali Haleva teil.

Anlässlich der Karlsruher Wochen gegen Rassismus und des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz gedenke ich nochmals mit Respekt an alle Holocaust Opfer und an unsere Diplomaten, die sehr viel Mühe aufgebracht haben, um das Leben der Menschen zu retten.

Bei der Eröffnung der Wochen gegen Rassismus betonten der Oberbürgermeister Herr Dr. Mentrup und andere Verantwortliche, dass Karlsruhe eine Stadt ist, in der die meisten Veranstaltungen bundesweit stattfinden.

Ich hoffe auf den stetigen Anstieg des entschlossenen Kampfes von Karlsruhe gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Islamophobie und jede Art von Extremismus.

Der Erfolg dieses Kampfes hängt von unseren gemeinsamen Anstrengungen ab.

Ich danke Ihnen allen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche einen angenehmen Abend.

Pazartesi - Cuma

08:30 - 14:00


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