''NSU Kurbanları'' hakkında sergi açılışı

Serhat Aksen 28.03.2014

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrte Mitglieder der Presse,
Verehrte Gäste,

Ich begrüβe Sie recht herzlich anlässlich der Wanderausstellung mit dem Titel ‘NSU Opfer‘, die vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung e.V. (ISFBB) organisiert wurde und im Rahmen der Karlsruher Wochen gegen Rassismus diesmal im Gemeindesaal der DITIB Zentralmoschee Karlsruhe eröffnet wird.

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind in unserer heutigen Welt leider immer noch ein Problem. Aus diesem Grund müssen wir alle gemeinsam und entschieden, jegliche Art von Extremismus bekämpfen.

In Deutschland leben mehr als 3 Millionen Menschen türkischer Herkunft.

Unsere Menschen, die die Türkei als ihr Mutterland (Vaterland), sowie Deutschland als ihre Heimat betrachten, leisten mit ihren Einsätzen im sozialen und wirtschaftlichen Leben sehr wichtige Beiträge. Trotzdem begegnen sie in Ihrem Alltag, im 21. Jahrhundert immer noch verschiedenen rassistischen und fremdenfeindlichen Formen.

Diese geschehen in Form von Drohbriefen in den Briefkästen, abgeschlachteten Schweineköpfen, die vor den Gebetshäusern, den Moscheen, abgelegt werden, bis hin zu rassistischen Plakaten, die vor den Geschäften aufgehängt werden.

Noch schlimmer:
Häuser werden in Brand gesetzt.

Menschen werden getötet, nur weil sie Ausländer sind oder eine andere Herkunft haben.

Sie werden benachteiligt oder werden sogar zum Opfer des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit.

Die NSU Morde, die 8 türkischen und einem griechischen Mitbürger sowie einer deutschen Polizistin das Leben gekostet haben, sind zum konkreten und traurigsten Beispiel der Fremdenfeindlichkeit geworden.

Im vergangenen Jahr habe ich in Karlsruhe während einer Veranstaltung gegen Rassismus diese Frage gestellt:

Stellen sie sich vor, jemand aus Ihrer Familie wird zum Opfer eines rassistischen Mordes. Die Sicherheitsbehörden stempeln Ihre Familienangehörigen längere Zeit als Verdächtige ab und die von Rechtsextremen verursachte Mordserie wird nur durch einen Zufall entdeckt. Wie würden sie sich fühlen?

Vermutlich wäre zumindest Ihr Vertrauen und Ihr Wunsch, sich mit der Gesellschaft zu vereinen, erschüttert.

Aus genau diesem Grund ist es notwendig, dass die Gesellschaft mit den NSU Opfern Solidarität zeigt und dass wir alle gemeinsam Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entschieden bekämpfen.

Während ich mit meinen Worten zum Schluss komme, gedenke ich alle NSU Opfer mit Hochachtung und dem Segen Gottes. Ich bedanke mich bei allen, insbesondere bei Frau Birgit Mair, die zur Organisation dieser Ausstellung und den Karlsruher Wochen gegen Rassismus beigetragen haben.

Ich wünsche uns allen schöne Tage und eine Zukunft, in denen Vielfalt, Respekt und gemeinsames Leben mit jedem Tag noch weiter bestärkt werden

Vielen Dank.

Atatürk

Pazartesi - Cuma

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